Digitale Gesundheitsinnovtion in Europa

In den letzten Jahren hat die EU begonnen, mehr und mehr Ressourcen für die Förderung des digitalen Gesundheitswesens bereitzustellen. Die EU ist überzeugt, dass sie im Bereich der digitalen Gesundheit eine, wenn nicht sogar die führende Rolle einnehmen kann. Allerdings gibt es ein großes Hindernis, das das Erreichen dieses Ziels erschweren wird. 

Obwohl die EU eine der größten Volkswirtschaften der Welt ist und über sehr talentierte Menschen verfügt, entscheidet sich ein großer Teil der Innovationen und Start-ups, die in der EU entstehen, die EU zu verlassen. Diese Innovationen und Start-ups verlassen die EU, weil sie sich an einem Ort niederlassen wollen, an dem der Zugang zu zuverlässigen Daten in großem Umfang einfacher ist. 

 

Allerdings hat die EU in den letzten Jahren einige vielversprechende Fortschritte im Bereich der Gesundheitsfürsorge, erzielt.

In den Jahren 2020 und 2021 waren die Preisträger des Future Unicorn Award beide KI-Gesundheits-Start-ups. Für diejenigen, die es nicht wissen: Der Future Unicorn Award wird an Unternehmen verliehen, die das Potenzial haben, zu künftigen europäischen Tech-Giganten zu werden. (Eine sehr prestigeträchtige Auszeichnung). Beide Unternehmen haben in jüngster Zeit Erfolg gehabt, wobei der jüngste Gewinner, das grüne Start-Up Circulor, mehr als 25 Millionen USD aufgebracht hat. 

Aber nicht nur im Bereich der künstlichen Intelligenz hat die EU Erfolg und Wachstum zu verzeichnen, sondern auch in anderen Bereichen der digitalen Gesundheit. 

In Finnland gibt es eine einzigartige nationale Genehmigungsbehörde für die Sekundärnutzung von Gesundheits- und Sozialdaten. Dieser Dienst heißt Fin Data. Sein Hauptzweck ist die Verbesserung der Sicherheit von Netzwerken, die Gesundheits- und Sozialdaten speichern, und er ermöglicht eine effizientere Nutzung all dieser Materialien zwischen den Praxen. 

EFPIA hat sich auch verpflichtet, die digitale Gesundheitsrevolution in der EU voranzutreiben, indem es mit allen Akteuren des Gesundheitswesens zusammenarbeitet, um die Umgestaltung des Gesundheitswesens in der EU zu unterstützen, damit sowohl die Patienten als auch das Wachstum der digitalen Gesundheitssysteme davon profitieren. EFPIA möchte die Datenqualität standardisieren und dazu beitragen, dass die digitalen Technologien im Gesundheitswesen den Patienten neue Möglichkeiten eröffnen. 

Europa hat außerdem einen der am schnellsten wachsenden Forschungs- und Entwicklungssektoren der Welt. Die Bereiche Medizintechnik, Pharmazeutika, digitale Kommunikation und Biotechnologie haben ein rasantes Wachstum erfahren. Ein Großteil dieses Wachstums lässt sich auf die Pandemie zurückführen, die den Bedarf an mehr digitaler Kommunikation innerhalb des Gesundheitsnetzes auslöste. 

Die EU konzentriert sich ebenfalls stark auf ihre zukünftigen Ziele im Bereich der digitalen Gesundheit. In ihrem 10-Jahres-Plan hat sie sich zum Ziel gesetzt, eine der führenden Nationen im Bereich der digitalen Gesundheit zu werden. Sie hofft außerdem, bis 2030 allen Bürgern einen sicheren Zugang zu ihren Gesundheitsdaten zu ermöglichen, und möchte, dass in der gesamten EU eine zentrale Behörde für Gesundheitsdaten eingerichtet wird. Außerdem will Europa mindestens 2,5 % der nationalen und regionalen Gesundheitsbudgets für die digitale Gesundheit aufwenden.  

Was muss Europa also tun, um diese Ziele zu erreichen? 

Laut dem Bericht "A Digital Health Decade" müssen drei Bedingungen erfüllt sein, damit Europa erfolgreich vielversprechende Gesundheitstechnologien entwickeln kann, die dabei helfen könnten, die Führung im Bereich der digitalen Gesundheit zu übernehmen. Diese Bedingungen sind die Kanalisierung von Investitionen, die Förderung des Flusses von Gesundheitsdaten und die Ermöglichung einer breiten Einführung von Gesundheitstechnologien.

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