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Führender Trend im digitalen Gesundheitswesen: Online-Apotheken

Als einer der führenden Trends des digitalen Gesundheitswesens wächst die Online-Apotheke in Deutschland seit Jahren rasant, insbesondere durch den Ausbruch der Covid-Pandemie und deren anhaltende Auswirkungen auf unser Leben. Vor allem Produkte des täglichen Bedarfs, insbesondere Lebensmittel, Medikamente und Drogerieartikel, wurden im Jahr 2020 verstärkt online gekauft: Der Umsatz stieg um fast 41 Prozent von 4,9 Milliarden Euro auf insgesamt rund 6,9 Milliarden Euro. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH). Die Apotheken konnten ihren Online-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um fast 34 Prozent steigern und verzeichneten insgesamt einen Umsatz von 911 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz mit Arzneimitteln stieg im Jahr 2020 um fast 54 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro. Auffällig ist dabei, dass vor allem Senioren den Versandhandel verstärkt nutzen. Laut der Studie ist fast jeder dritte Online-Käufer im Jahr 2020 älter als 60 Jahre. Im Jahr zuvor war es nur jeder Fünfte. Mit einem Anteil von mehr als 30 Prozent ist diese Gruppe inzwischen die größte Kundengruppe. Die zweitgrößte Gruppe bilden die 50- bis 59-Jährigen mit knapp 25 Prozent.


Plattformökonomie im Apothekenmarkt

Der Trend zur Plattformökonomie ist auch im Apothekenmarkt zu beobachten. Neben Versandhändlern wie Doc Morris und Shop Apotheke, die mit Marktplätzen Neukunden aquirieren , planen zunehmend auch Verbände der stationären Apotheken solche Internetplattformen. Zuletzt kündigten der Apothekendienstleister Noventi und der Großhändler Phoenix den Start einer gemeinsamen Plattform an. Auch der Deutsche Apothekerverband (DAV) plant, in


naher Zukunft eine entsprechende Plattform auf den Markt zu bringen.

Online-Apotheken k

önnen nicht nur den Weg zur Apotheke vor Ort ersparen, sie bieten auch günstige Preise und sind eine bequeme Alternative für Patienten mit chronischen Krankheiten oder Mobilitätsproblemen - oder einfach für alle, die viel zu tun und wenig Zeit haben! In Deutschland sind Online-Apotheken streng reguliert, d. h. sie müssen strenge gesetzliche Qualitätsanforderungen einhalten und die Sicherheit der Gesundheitsdaten ihrer Kunden gewährleisten. Sie können Patienten sogar über Symptome, Dosierung, Nebenwirkungen und mögliche Wechselwirkungen von Medikamenten beraten. Trotz dieser Vorteile werden im Internet zunehmend gefälschte Arzneimittel verkauft. Die Gefahr für die Kunden ist groß, denn oft ist nicht klar, welche Wirkstoffe in den Präparaten enthalten sind. Die EU-Kommission hat das Problem erkannt und führt ab Juli ein europaweites Logo ein, an dem Kunden seriöse Internetanbieter erkennen können.

Das Logo gibt den Kunden die Möglichkeit, mit wenig Aufwand die Seriosität des Anbieters zu überprüfen. Die EU-Kommission warnt davor, bei Online-Apotheken zu kaufen, die nicht auf der Liste stehen. Die EU-Mitgliedstaaten haben ab Juli 1 Jahr Zeit, entsprechende Online-Apotheken zu zertifizieren. Die Listen aller EU-Mitgliedsstaaten werden jederzeit auf der Homepage der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) einsehbar sein. In Deutschland dürfen verschreibungspflichtige Produkte nur gegen Vorlage eines gültigen Rezepts verkauft werden. Bietet ein Händler ein verschreibungspflichtiges Medikament ohne Rezeptnachweis zum Kauf an, handelt es sich um ein illegales Angebot. Oft bieten Internetbetrüger Medikamente ohne - oder mit - falscher Verpackung an. Der Verkauf von Medikamenten ohne vollständige Verpackung ist jedoch verboten. Die Verpackung besteht aus einer Faltschachtel, einem Blister und einer Packungsbeilage. In beiden Fällen sollten Patienten das Produkt nicht kaufen und den Händler bei den Behörden anzeigen.




Der Branchenverband E-Commerce geht davon aus, dass sich der durch Corona ausgelöste Trend zum Online-Einkauf in vielen Bereichen auch nach der Eröffnung der Geschäfte fortsetzen wird. Laut der Umfrage gaben fast 3 von 4 Online-Käufern an, dass sie in Zukunft mehr oder genauso viel online bestellen wollen. Im Jahr 2019 hatte nur etwas mehr als jeder zweite Kunde diese Absicht geäußert.


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